Ems-Radtour
(413,8 km)


Die Ems-Fahrradtour ist landschaftlich sehr abwechslungsreich, bietet sehr gute Fahrbedingungen und ist hervorragend ausgeschildert - selbst in den Ortschaften.
Überwiegend führte die Tour unmittelbar an der Ems bzw. am Dortmund-Ems-Kanal entlang - vorbei an mehreren sehr großen Schleusen und regem Schiffsverkehr.
Auch die Quartiere waren sehr gut und zahlreich, allerdings lag der Preis für ein Hotel-DZ bei mindestens 72,00 EUR.
Das Gaststätten-Essen der Region ist ebenfalls durchgängig gut und reichhaltig - auch das Bier schmeckte.
Insgesamt brauchten wir für den Ems-Radweg 5 Tage und haben eine Strecke von 413,8 km zurückgelegt (82,8 km/Tag).
Selbst die Wahl der Fahrtrichtung, nämlich von Mündung zur Quelle
(entgegen des Bikeline-Vorschlags) war optimal, so hatten wir überwiegend Rückenwind.
 

Emden - Altes Hafentor

Die Kesselschleuse in Emden

Die Kesselschleuse in Emden (einzigartig in Europa) verbindet vier Wasserstraßen :
- Ems-Jade-Kanal,
- Emder Stadtgraben,
- Fehntjer Tief (führt nach Großefehn im Landkreis Aurich),
- Rote Siel (Ausläufer des Falderndelftes bzw. des Emder Hafens).

Die Schleuse besteht aus einer Zentralkammer (Kessel mit 33m Durchmesser) und vier kleineren Schleusenkammern. Über eine dieser vier Kammern werden ankommende Schiffe in die Zentralkammer geschleust und können den Schleusenkessel in drei Richtungen durch eine der anderen Schleusen-kammern wieder verlassen.
Die Schleuse überwindet einen Höhenunterschied von 2,30 bis 2,50 Meter zwischen den beiden Wasserläufen.
Abhängig davon, wieviel Wasser durch die Schütze ein- oder ablaufen muss, dauert das Schleusen bis zu einer halben Stunde pro Schleuse. Es werden keine Pumpen eingesetzt. Die Emder Kesselschleuse entstand im Zuge der Fertigstellung des Ems-Jade-Kanals in den Jahren 1885/86.
Kesselschleuse in Emden

Ihre Errichtung hatte sowohl wirtschaftliche als auch militärische Hintergründe. Zum einen verband sie Ostfriesland mit den Wasserstrassen des Deutschen Reiches und erleichterte die Erschließung der ostfriesischen Moorgebiete. Befördert wurden hauptsächlich Ziegelsteine, Torf, Kohle, Sand, Düngemittel, Getreide, Lehm, Ton und Holz. Zum anderen diente der Kanal als feindsicherer Transportweg für Torpedoboote und Nachschubgüter zwischen den beiden Marinehäfen Wilhelmshaven und Emden. Darüber hinaus erfüllt der Wasserweg damals wie heute eine wichtige Entwässerungsfunktion.


Datum
Start
Ziel
Strecke [km]
Bemerkungen

18.07.2007
Emden Heede
79,2
Anreise per Bahn
19.07.2007
Heede

Lingen

90,6
20.07.2007
Lingen Hembergen
74,1
21.07.2007
Hembergen Marienfeld
86,0
22.07.2007
Marienfeld Paderborn
83,9
per Bahn nach Hause

 
Streckenverlauf :




GPS-Track download