Die Entwicklung des Fahrrads


Das Fahrrad, das mit dem heutigen Rad vergleichbar ist, wurde im 19. Jh. entwickelt und zwar in den Jahren um 1817 bis 1892. Die Entwicklungsgeschichte verlief in folgenden Etappen:

1817 baut Karl Friedrich Freiherr Dreis von Sauerbronn die erste lenkbare "Schnelllaufmaschine", die Draisine. Mit den Füßen wurde laufender Weise der Schwung geholt. Laut Patentschrift der Badischen Regierung erreicht die Draisine auf flacher Ebene die Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes.

1845 erfindet der englische Ingenieur Robert William Thomson 43 Jahre vor John Boyd Dunlop den Luftreifen.

1853 versieht der deutsche Instrumentenbauer Philipp Moritz Fischer aus Oberndorf bei Schweinfurt erstmals ein hölzernes Laufrad mit Tretkurbeln an der Vorderachse.

 


1861 entwickeln die Franzosen Pierre und Ernest Michaux, Vater und Sohn, das erste brauchbare Hochrad - "Michauline" genannt. Die erste Michauline wurde bis 1869 bereits in einer beachtlichen Stückzahl von 200 pro Tag gebaut. Und sie waren es auch, die von Holz auf Stahl umstiegen.

1867 tauchen die ersten Speichenräder auf. Die Erfindung wird einem Engländer namens Madison zugeschrieben.

1869 wurde von dem Franzosen Andre Guilmet bereits der Fahrradantrieb,
wie wir ihn heute kennen, mit Rollenkette erfunden. Das Fahrrad wurde mit einem Tretkettenantrieb in der Mitte des Rahmens versehen, der über eine "endlose" Kette auf das Hinterrad wirkte.


Die erste Kette, die von einem Zahnrad angetrieben werden konnte, wie es beim Fahrrad üblich ist, entwickelte
1869 wurde von dem Franzosen Andre Guilmet bereits der Fahrradantrieb,
wie wir ihn heute kennen, mit Rollenkette erfunden. Das Fahrrad wurde mit einem Tretkettenantrieb in der Mitte des Rahmens versehen, der über eine "endlose" Kette auf das Hinterrad wirkte.

Die erste Kette, die von einem Zahnrad angetrieben werden konnte, wie es beim Fahrrad heute üblich ist, entwickelte schon im Jahr 1829 André Galle, die nach ihrem Erfinder die "Gallische Kette" genannt wurde.

1870 entwickelt James Starley das Fahrrad "Michauline" zum ersten Hochrad weiter. Durch eine verbesserte Technik war es gelungen, es sowohl leichter, als auch stabiler und leichtgängiger zu machen, erstmals wurden Kugellager eingesetzt. Es war bereits mit reichhaltigem Zubehör ausgestattet wie z.B. Stahlfelgen, Haarnadelspeichen, Pedalen mit Gummibelag und Vollgummibereifung. 

1884 lässt der schottische Tierarzt John Boyd Dunlop den Luftreifen patentieren.

1884
überträgt John Kemp Starley, Neffe von James Starley, die Pedalkraft durch Kettenantrieb auf das Hinterrad.

Die Erfindung des Hohlrahmens durch die Gebrüder Mannesmann 1887 leitete die Entwicklung des Trapezrahmens ein.


1890 wurde das Niederrad durch Konstrukteur Humber entwickelt. Es besitzt den heute noch üblichen Fünfeck- oder Trapezrahmen. Er besteht aus zwei Dreiecken, die für Stabilität und Stoßfestigkeit sorgen.
Bei optimaler Stabilität ist diese Bauart zugleich die leichteste Rahmenkonzeption, die auch als "Diamantrahmen" bezeichnet wird.1893 erhält Ernst Sachs für die erste Fahrradnabe das Kaiserliche Patent.

1902 lässt die Firma Wanderer aus Chemnitz die erste Zweigangnabenschaltung patentieren.