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Kocher-Jagst-Radweg (359,3km)
Die Flüsse Kocher und Jagst verlaufen nicht weit voneinander enfernt vom Rande der Ostalb
durch die Hohenlohener Ebene bis hin zum Neckar. Beiden Flüssen folgt als Rundkurs der
Kocher-Jagst-Radweg, der durchgängig sehr gut beschildert und befahrbar ist.
Während unserer 4 Etappen wechseln Wiesengrund, Wälder und Fluss-schleifen mit Weinterassen.
Wir passieren mittelalterliche Städte sowie Burgen und Schlösser. Die
befinden sich allerdings meistens auf der höchstmöglichen Erhebung - belohnt wird man durch
wunderschöne Aussichten in die Landschaft. Für Radler, die Steigungen nicht mögen, sind
diese Erlebnisse auch "schiebend" zu erreichen.
Unsere Radtour beginnt in Crailsheim/Ingersheim an der Kocher. Im Gast-haus "Zum Fuchsen" verbringen
wir die erste Nacht und können dort auch unser Auto abstellen.
Crailsheim ist eher ein modernerer
Ort - aber auch mit einer Reihe von sehenswerten Baudenkmälern.
Nach Ellwangen verläuft der Radweg erst einmal durch ein breites Tal. Schon von weitem
sind die vielen Kirchtürme der Altstadt zu sehen.
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Schloss Langenburg |
In Lauchheim - in unmittelbarer Nähe befindet sich das Deutschordensschloss Kapfenburg - verlassen wir das Jagsttal. Nach einem steilen Albaufstieg
geht es ein Stück auf der relativ ebenen Albhochfläche weiter und dann wieder hinab ins Kochertal
nach Aalen.
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| Deutschordensschloss Kapfenburg bei Lauchheim |
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Marienburg bei Niederalfingen |
Der Kocher entspringt als "Schwarzer Kocher" bei Oberkochen und als "Weißer Kocher" bei
Unterkochen. Beide Quellflüsse fließen bei Aalen zusammen, um von dort den Weg zum Neckar
zu beginnen. Auf diesem Streckenabschnitt begegnen uns auch die Spuren der Römischer Geschichte - in Aalen erfährt man dazu alles.
Weiter nach Schwäbisch Hall folgt der Radweg der Kocher
- überwiegend im Tal. In den zahlreichen Kleinstädten unterwegs laden Kirchen und Kapellen, Burgen,
Schlösser und Museen zum Besuch ein. Insbesonderen die ehemalige Reichsstadt Schwäbisch Hall bietet eine einzigartige historische Altstadt mit einem
der schönsten Marktplätze Deutschlands.
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| Schwäbisch-Hall - Fränkische Fachwerkhäuser |
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Kochertalbruecke - Europas größte Stahlbetonbrücke |
Auf diesem Tour-Abschnitt hat sich besonders deutlich das Kochertal bis zu 200m in den Muschelkalk
des Bauernland Hohenlohes eingeschnitten (Im Mittleren Muschelkalk, auch "Salzgebirge" genannt,
finden sich reiche Salz- und Gipsvorkommen).
Ab Künzlau wird das Tal wieder breiter und sind die Hänge zunehmend mit Weinreben bepflanzt. Burgen und Schlösser begleiten bis zum Neckar immer wieder die Radtour. In Bad Friedrichshall ist die Kochermündung in den Neckar erreicht. Nur wenige Kilometer den Neckar flussabwärts biegt die Route in das untere Jagsttal ein. Beim Wiedereintritt ins Jagsttal begleiten wieder Rebhänge und historische Orte den Flussverlauf.
In fast allen Orten auf dieser Strecke begegnet man nun Götz von Berlichingen,
dem Ritter mit der eisernen Faust und Erfinder des "Schwäbischen Grusses".
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Götz von Berlichingen wurde 1480 wahrscheinlich in Jagsthausen geboren. In vielen Kriegszügen und Fehden seines 82 Jahre währenden Lebens hat er sich als mutiger und streitbarer Ritter hervorgetan. Götz war Söldner,
Raubritter, Bauernführer, Abenteurer und häufig Gefängnisinsasse.
24-jährig (1505) zerschmetterte der Schuss aus einer Feldkanone seine rechte
Hand, die amputiert werden musste. Götz liess sich daraufhin vom Dorfschmied
eine eiserne Prothese anfertigen, die durch ein System von Federn und Zahnrädern
per Knopfdruck mit der anderen Hand bewegt werden konnte. Die Finger ließen sich
einzeln krümmen. Götz konnte so wieder zum Schwert greifen und am Kriegerleben
teilnehmen.
In den Bauernkriegen 1524/25 focht Götz als einer der wenigen Adligen auf der Seite
der aufständischen Bauern. Er kam deswegen von 1528 bis 1530 ins Gefängnis.
Er starb am 25. Juli 1562 auf Schloß Hornberg am Neckar und fand seine letzte
Ruhestätte im Kreuzgang des Klosters Schöntal.
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| Weingärtnerstadt Neudenau - dicht gedrängte Häuser am Markplatz |
| Datum |
Start |
Ziel |
Strecke [km] |
| 23.05.2005 |
Grailsheim/ Ingersheim |
Wasseralfingen |
66,1 |
| 24.05.2005 |
Wasseralfingen |
Braunsbach |
83,5 |
| 25.05.2005 |
Braunsbach |
Neudenau |
93,0 |
| 26.05.2005 |
Neudenau |
Langenburg |
80,3 |
| 27.05.2005 |
Langenburg |
Grailsheim/ Ingersheim |
36,4 |
Streckenverlauf:

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