Die Neckarquelle liegt zwischen der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald bei Villingen-Schwenningen; beginnt am Fuße der Baar, der Wasserscheide zwischen Rhein und Donau. Die ersten Kilometer führen durch waldbedeckte Talgassen entlang des noch mickrigen Neckars. Ab Rottweil (ein sehr schöner alter Stadtkern) beginnt der Neckar sich zu entwickeln ... Unsere erste Station ist Sulz (den Namen verdankt das Städtchen dem Salz, das vermutlich schon die Römer genutzt haben). Von hier aus startete der noch frische Teil unseres Rad-Teams den Versuch, die Burgruine Albeck (einzige Attraktion der Stadt) - per Rad - zu erklimmen - leider ohne Erfolg, wir hatten uns verfahren und die Uhrzeit zwang zum Rückzug. Im Gasthaus Schwanen namen wir dann ersten Kontakt mit der schwäbischen Küche auf - unser Eindruck war durchweg positiv. Am nächsten Tag gings ausgeruht weiter ... Hinter Rottenburg fliesst der Neckar in die Ebene des Tübinger Beckens - so dass sich das Gesicht der Lanschaft grundlegend änderte. Hinter Tübingen verengt sich dann das Tal noch einmal. Tübingen war unsere nächste Station, wo wir im Hotel am Bad (sehr zu enpfehlen) übernachteten. Am Abend erkundeten wir die alte Studentenstadt (Universitätsgründung: 1477) mit den farbenfrohen Bürgerhäusern, die fotogen mit Hölderlinturm, Stiftskirche, Stift und Schloss zusammenstehen; den Markplatz mit dem Neptunbrunnen. Heraus aus den Wäldern, von der Alb herunter, führt der Radweg durch die fruchtbare Filderebene, die bis an den Schwarzwald reicht. Nun bestimmen der Neckar und die Weinberge das Bild des beginnenden Industriezentrums um die Stadt Stuttgart herum. Das sich anschliessende Neckartal gibt sich ländlich, sittlich, weinhüglich. Hier im oberen Neckartal befindet sich auch Schloss Homburg, in dem Götz von Berlichingen gestorben ist - eine der vielen Burgen, Schösser und Herrenhäuser, die hinter fast jeder Flussbiegung auftauchen. Heidelberg die historische Universitäts-Stadt ist immer noch die Attraktion für Japaner und Amerikaner, die scharenweise vom Philosophenweg aus Altstadt und Schloss auf ihr Zelluloid bannen. Wer sich darüber hinaus informieren möchte, dem sei das Kurpfälzische Museum im Palais Moraß empfohlen. Von Heidelberg bis Hirschberg, dem Standort unseres Autos, waren noch 12 km zurückzulegen.
Streckenverlauf :
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